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Handmade and completely successful: The Earth as a masterpiece

Even the explorers set out from the Thames. From England, they traveled the oceans, setting off for India and Africa. London became a capital of travel. And that has remained: a special passion for the world and a fine eye for beautiful globes – made in London.
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His father had long since celebrated his 80th birthday. It ultimately took Peter Bellerby over two years to craft the first globe with his own hands. His father wouldn’t receive the piece until he was 83 – while he himself was embarking on a completely new path.

The project grew. Bellerby practically immersed himself in it. He founded a company and recruited a small team of artists to help him. Specialists for the woodwork, draftswomen for the maps, precision mechanics for the brass meridian rings. He rented a studio in North London. One day, a man passed by and saw the globes lying on the workbench. The man was from Christie’s auction house and said, “A fantastic idea! Absolutely go ahead! People will be queuing up the street.”

Years of meticulous work followed. Milling, rounding, calculating. Gluing, painting, drawing. And then it all started again! But then the globes became ever more perfect, ever more beautiful.

Peter Bellerby sold the first globe to a librarian in Brisbane, Australia, and others went to a Martin Scorsese film project. Then came the breakthrough. Today – 15 years later – the company Bellerby & Co. is not only unique, but a household name. Around 5,000 globes have left the factory since then – commissioned by enthusiasts all over the world.

No one speaks a word. Everyone is cutting, gluing, drawing, and coloring. The globes can’t be good. They have to be perfect! All originals from Bellerby & Co. Globemakers London – probably the only globe manufacturer in the world where the good old Earth is still created the way it was in the old days. With meticulous and almost insane detail.

The small globes have a diameter of 12 centimeters, while the very large ones measure almost 130 centimeters. The “Churchill” model, a sumptuous floor-standing model, and the “Animalia Edition” with over 200 hand-crafted illustrations, are available in Regency Blue with a walnut base for 74,000 British pounds. Prices are open-ended, depending on how extravagant the customer’s wishes are.

Thirty people work for Peter Bellerby today: illustrators, draftsmen, cartographers, and painters. It takes weeks, often several months, to complete a globe. Each piece is individually crafted. “Some customers want their biographies immortalized on the globes,” says Bellerby. “Where in the world did they live? Which countries did they visit?” One day, a particularly unusual order came in. A customer ordered a globe without borders, countries, or geographical details. A magical blue marble. The man had previously flown to the International Space Station as a space tourist. Now he wanted a globe that reminded him of Earth—as naked and beautiful as he had seen it from space. 

Mut. Beharrlichkeit. Enthusiasmus

Im Viertel Stoke Newington fährt am nächsten Morgen ein grauer Bentley vor. Baujahr 1964, gewaltige Motorhaube, zerschlissene Ledersitze. Der Mann am Lenkrad heißt Peter Bellerby, 60 Jahre alt. Ein unerschrockener Tüftler, der eine seit Jahrhunderten vergessene Kunst wieder zum Leben erweckt hat. Einer, der die Welt selbst herstellt. Und zwar fast wie früher. Mit eigenen Händen. Mit Pinseln und Leim, mit aus Honig, Ochsengalle und Gummiarabikum angerührten Wasserfarben, mit Messing und Holz sowie mit weiteren Zutaten, die kein Mensch auf der Welt kaufen kann.

Dabei fing alles ganz harmlos an. Peter Bellerby, früher im TV-Geschäft tätig, wollte seinem Dad zum 80. Geburtstag einen Globus schenken. So einen richtig edlen, mit Stil und Charme. Bellerby ging auf die Suche – vergeblich. Er fand nichts Passendes. „Die modernen Globen waren alle industriell gefertigt. Eher funktionales Schulmaterial, ohne ästhetischen Anspruch. Das kam nicht in Frage.“

In London wird sie noch immer gefertigt: die Erde als traumhaft schöne Kugel fürs Wohnzimmer.

Er recherchierte, besuchte Auktionen. Einige schöne alte Exemplare gab es. Doch die meisten waren beschädigt oder sündhaft teuer. So kam Bellerby auf eine Idee: „Dann baue ich meinem Vater selbst einen Globus!“

Das war im Herbst 2008. Bellerby ahnte nicht, worauf er sich einließ. Er musste sich mit Astronomie beschäftigen, musste verstehen, wie die Erde funktioniert. Ihre Achse, ihre Geometrie, ihre Morphologie. Bald stellte er fest, dass es fast unmöglich war, so einen Globus mit eigenen Händen zu fabrizieren. Bellerby rechnete, kalkulierte. Experimentierte mit verschiedenen Papieren, die er auf die Kugel würde aufbringen können. Für die zu erstellende Weltkarte musste er sich mit verschiedenen Projektionen der Erdoberfläche befassen. Eine komplexe Angelegenheit. Die ersten Bahnen schnitt er mit dem Skalpell, bis auf einen Zwanzigstelmillimeter genau. Bellerby schätzt, dass er um die 50.000 Versuche brauchte.

Die Fragen nahmen kein Ende. Und schon bald floss jede Menge Geld in das Projekt. Bellerby beschäftigte sich mit der Geschichte der Kartografie. Wie waren Atlanten aufgebaut? Was bedeutete die Mercator-Projektion? „Das Ganze wuchs sich zu einem Mammutprojekt aus, während ich mich in Hunderten Versuchen verstieg und Dutzende Globen auf dem Schrott landeten.“

Den 80. Geburtstag hatte sein Vater längst gefeiert. Denn am Ende brauchte Peter Bellerby über zwei Jahre, um den ersten Globus mit eigenen Händen zu fertigen. Sein Vater sollte das gute Stück erst mit 83 Jahren bekommen – während er selbst ganz neue Wege einschlug.

Das Projekt schwoll an. Bellerby tauchte förmlich darin ab. Gründete eine Firma, suchte sich ein kleines Team aus Künstlern, die ihm halfen. Spezialisten für die Holzarbeiten, Zeichnerinnen für die Karten, Feinmechaniker für die Meridian-Ringe aus Messing. Im Londoner Norden mietete er sich ein Studio. Eines Tages kam ein Mann vorbei und sah die auf der Werkbank liegenden Globen. Der Herr war vom Auktionshaus Christie’s und sagte: „Eine fantastische Idee! Unbedingt weitermachen! Die Leute werden bis zum Ende der Straße Schlange stehen.“

Es folgten Jahre akribischer Arbeit. Fräsen, runden, rechnen. Kleben, malen, zeichnen. Und dann alles wieder von vorn! Doch dann wurden die Globen immer perfekter, immer schöner.

Das erste Exemplar verkaufte Peter Bellerby an eine Bibliothekarin im australischen Brisbane, weitere gingen an ein Filmprojekt von Martin Scorsese. Dann kam der Durchbruch. Heute – 15 Jahre später – ist die Firma Bellerby & Co. nicht nur einzigartig, sondern eine Berühmtheit. An die 5000 Globen haben die Manufaktur seither verlassen – bestellt von Liebhabern in aller Welt.

Wer das Atelier in London betritt, gelangt in ein eigenes Universum. Ein Reich der Künstler. Eine Werkstatt der Weltenmacher. Es riecht nach Pflanzen und frischem Kaffee. Es ist mucksmäuschenstill. An den Werkbänken sitzen Frauen und Männer, versunken in die alte Kunst, Globen herzustellen. Vor ihnen auf den Tischen stehen Aquarellkästen, liegen Tupfer und diverse Pinsel. Natürlich nicht irgendwelche, sondern handgebundene Kielpinsel aus feinstem Fehhaar.

Überall hängen, liegen und stehen Weltkugeln herum. Kleine, mittlere und solche, die den halben Raum füllen. Manche der Erden sind fast fertig, andere noch weiß und gerade im Schöpfungszustand. Papierbahnen hängen zum Trocknen an Wäscheleinen, in Regalen lagern Farbpaletten, Messer, Kartuschen und Kartonagen.

Niemand spricht ein Wort. Alle sind am Schneiden, Kleben, Zeichnen, Kolorieren. Die Globen dürfen nicht gut werden. Sie müssen perfekt werden! Alles Originale von Bellerby & Co. Globemakers London – der wohl einzigen Globusmanufaktur der Welt, wo die gute alte Erde noch wie anno dazumal entsteht. In akribischer und nahezu wahnwitziger Kleinarbeit.

Die kleinen Globen besitzen einen Durchmesser von 12, die ganz Großen kommen auf fast 130 Zentimeter. Das Modell „Churchill“ als kapitales Standmodell oder die „Animalia Edition“ mit über 200 handgefertigten Illustrationen, zu haben in Regency Blue mit Nussbaumsockel für 74.000 britische Pfund. Wobei die Preise nach oben offen sind, je nach dem wie extravagant die Wünsche der Kunden ausfallen.

Dreißig Leute arbeiten heute für Peter Bellerby. Illustratorinnen, Zeichner, Kartografinnen und Maler. Wochen, oft mehrere Monate dauert es, bis ein Globus fertig ist. Denn jedes Stück ist eine Einzelanfertigung. „Einige Kunden wollen ihre Biografien auf den Globen verewigt wissen“, sagt Bellerby. „Wo auf der Welt haben sie gelebt? Welche Länder bereist?“ Eines Tages flatterte ein besonders ausgefallener Auftrag ins Haus. Ein Kunde bestellte einen Globus ganz ohne Grenzen, Länder und geografische Details. Eine magische blaue Murmel. Der Mann war zuvor als Weltraumtourist zur Internationalen Raumstation geflogen. Nun wollte er einen Globus, der ihn an die Erde erinnerte – so nackt und schön, wie er sie aus dem Weltall erblickt hatte.

Niemand spricht ein Wort. Alle sind am Schneiden, Kleben, Zeichnen, Kolorieren. Die Globen dürfen nicht gut werden. Sie müssen perfekt werden!

Man könnte von Traumwelten sprechen, die Peter Bellerby und sein Team erschaffen. Vor allem aber sind die Weltkugeln traumhaft schöne Metaphern unserer Erde. Die Globen aus London setzen Maßstäbe und zollen dem Original auf ihre Weise Respekt. Die Welt als Meisterwerk.

Rundum gelungen!